Cold Calling Skript

Erstgespräch-Leitfaden
Scalient-Group

Kein Pitch. Kein Druck. Ein echtes Gespräch auf Augenhöhe – mit Struktur, Einwandbehandlung und klarem Ziel.

90 Sek.
Opener-Zeitfenster
3–5 Min.
Ideale Gesprächsdauer
1 Ziel
Termin vereinbaren
Gesprächseröffnung
💡 Ziel dieser Phase: Erlaubnis für das Gespräch holen. Nicht pitchen. Einfach menschlich und ehrlich starten. Der Prospect soll sich nicht „verkauft" fühlen.
Du:
Hallo [Vorname], hier ist [Dein Name] von Scalient-Group. Ich weiß, der Anruf kommt unerwartet – haben Sie gerade 60 Sekunden?
Prospect:
„Worum geht's denn?" / „Ja, kurz."
Du:
Kurz zum Kontext: Wir arbeiten mit [Branche, z.B. Agenturen / Dienstleistern] zusammen, die zwischen 5 und 100 Mitarbeiter haben. Die meisten haben das gleiche Thema – interne Abläufe, die viel zu viel Zeit fressen. Ich wollte einfach mal fragen, ob das bei Ihnen auch ein Thema ist, oder ob ich komplett daneben liege?
Warum das funktioniert: Du bittest um Erlaubnis, nennst die Zielgruppe konkret und stellst eine offene Frage – kein Pitch, kein Feature-Dumping. Der Prospect entscheidet selbst, ob es relevant ist.
Falls Gatekeeper / Sekretariat
Du:
Hallo, hier ist [Dein Name]. Könnten Sie mich bitte mit [Name des Entscheiders] verbinden? Es geht um die internen Prozessabläufe – ich hatte dazu eine kurze Rückfrage.
Tipp: Sprich ruhig, bestimmt und so, als ob du erwartet wirst. Nie erklären, was du „verkaufst". Die Formulierung „Rückfrage" impliziert, dass bereits ein Bezug besteht.
🔍 Situationsfragen – Verstehen, wo der Prospect steht
💡 Ziel dieser Phase: Herausfinden, wie der Prospect aktuell arbeitet. Nicht bewerten, nicht korrigieren – nur verstehen und aktiv zuhören.
Du:
Bevor ich irgendwas erzähle – darf ich kurz fragen: Wie sieht es bei Ihnen aktuell aus, wenn es um interne Abläufe geht? Also z.B. CRM-Pflege, Angebote rausschicken, Kunden-Follow-ups … läuft das alles manuell, oder habt ihr da schon Dinge automatisiert?
Prospect (typische Antworten):
„Wir machen das meiste noch manuell…"
„Wir nutzen ein CRM, aber vieles wird trotzdem per Hand gemacht."
„Wir haben schon ein paar Sachen automatisiert, aber es ist ausbaufähig."
Du – Nachfrage:
Verstehe. Und wie viele Leute bei euch kümmern sich hauptsächlich um solche administrativen Sachen – also Dinge, die eigentlich nicht direkt Umsatz bringen?
Du – Nachfrage 2 (optional):
Wenn Sie mal grob schätzen müssten – wie viele Stunden pro Woche gehen bei Ihnen oder im Team für solche repetitiven Aufgaben drauf?
Aktives Zuhören: Wiederhole Schlüsselbegriffe des Prospects. „Okay, also das CRM wird zwar genutzt, aber die Nachfass-Mails gehen noch manuell raus – hab ich das richtig verstanden?" Das schafft Vertrauen.
🎯 Problembewusstsein schärfen
💡 Ziel dieser Phase: Den Prospect seinen eigenen Schmerz „aussprechen" lassen. Du stellst die Fragen – er findet die Antworten. Kein Belehren.
Du:
Und wie wirkt sich das auf den Alltag aus? Also mal ganz ehrlich – nervt das, oder ist es einfach „normal" geworden?
Prospect:
„Ja, es nervt schon. Aber wir kommen halt irgendwie durch…"
Du:
Das höre ich tatsächlich sehr oft. Viele sagen genau das – „wir kommen durch". Aber die Frage ist ja: Wenn Ihr Team jede Woche 5, 8, vielleicht 10 Stunden mit Dingen verbringt, die eine Maschine besser und schneller erledigen kann – was könnte man mit dieser Zeit stattdessen machen?
Du – Falls Stille oder Unsicherheit:
Ich mein, bei den meisten Kunden, die wir begleiten, war es so: Die Zeit, die vorher für Admin draufging, fließt jetzt in Vertrieb, Kundenbeziehungen oder Projekte, die wirklich Geld bringen. Das ist der eigentliche Hebel.
Wichtig: Hier nicht in die Lösung springen! Erst wenn der Prospect den Schmerz selbst bestätigt, ist er offen für den nächsten Schritt. Geduld.
🌉 Brücke zum Termin – Neugier wecken, nicht lösen
💡 Ziel dieser Phase: Genug Neugier erzeugen, dass der Prospect einen Termin möchte. Du löst das Problem NICHT am Telefon – du qualifizierst und leitest über.
Du:
Wissen Sie was – ich will Ihnen jetzt gar nichts verkaufen. Aber genau solche Situationen, wie Sie sie gerade beschrieben haben, lösen wir bei anderen [Branche] Unternehmen innerhalb von 14 Tagen. DSGVO-konform, ohne dass Ihr Team sich technisch reinfuchsen muss.
Du:
Was ich vorschlagen würde: Lassen Sie uns einmal 15 Minuten zusammensetzen – ganz unverbindlich. Ich schaue mir an, welche eurer Prozesse am meisten Zeit fressen, und sag Ihnen ehrlich, ob es sich überhaupt lohnt, da was zu automatisieren. Kein Pitch, kein Druck – einfach ein Check.

Wäre das für Sie okay?
Schlüssel-Prinzip: „Kein Pitch, kein Druck" nimmt dem Prospect die Angst. Du positionierst dich als Berater, nicht als Verkäufer. Die Hürde ist gering – nur 15 Minuten.
🛡 Einwandbehandlung
💡 Prinzip: Einwände sind keine Ablehnung – sie sind Fragen in Verkleidung. Immer erst bestätigen, dann umlenken. Nie dagegen argumentieren.
Du:
Versteh ich total – die meisten sagen das am Anfang. Kurze Frage: Ist es, weil das Thema Automatisierung generell nicht relevant ist? Oder weil einfach gerade der Zeitpunkt schlecht ist?
Diese Gegenfrage trennt echtes Desinteresse von schlechtem Timing. Bei „schlechtem Timing" → Follow-up vereinbaren.
Du:
Das ist genau der Punkt – wenn man keine Zeit hat, dann meistens, weil zu viel manuell läuft. Aber ich respektiere das voll. Wann wäre ein besserer Zeitpunkt? Nächste Woche? Ich schick Ihnen eine kurze Einladung, dann können Sie in Ruhe entscheiden.
Du:
Das verstehe ich. Budget ist natürlich immer ein Thema. Aber deshalb macht der kurze Check ja Sinn – wir schauen uns an, wie viel Zeit und damit Geld gerade durch manuelle Prozesse verbrannt wird. Meistens rechnet sich die Automatisierung innerhalb von wenigen Wochen. Aber genau das finden wir in 15 Minuten raus – völlig kostenlos.
Du:
Respekt – das ist mehr, als die meisten machen. Darf ich fragen: Was genau habt ihr automatisiert? Weil wir oft sehen, dass Teams 2-3 Prozesse lösen, aber die größten Zeitfresser trotzdem noch manuell laufen. Vielleicht kann ich einen frischen Blick drauf werfen?
Du:
Mach ich gerne. Aber ganz ehrlich – unsere Lösungen sind so individuell, dass eine Standard-Mail wenig bringt. In 15 Minuten kann ich Ihnen konkret zeigen, was bei Ihnen der größte Hebel wäre. Das ist deutlich wertvoller als eine PDF. Was sagen Sie – passt Ihnen eher Dienstag oder Donnerstag?
„Schicken Sie mir was" ist oft ein höfliches Nein. Die Alternativ-Frage am Ende („Dienstag oder Donnerstag?") zwingt freundlich zur Entscheidung.
Du:
Absolut – macht Sinn. Wollen wir den Termin direkt so legen, dass Ihr Partner / Ihre Kollegin auch dabei sein kann? Dann hat jeder die gleichen Infos und ihr könnt direkt gemeinsam entscheiden.
Terminvereinbarung
Du – Bei „Ja, klingt gut":
Super, freut mich! Ich hab diese Woche noch [Tag A] um [Uhrzeit] oder [Tag B] um [Uhrzeit] frei – was passt besser bei Ihnen?
Prospect:
„Donnerstag passt."
Du:
Perfekt. Dann trage ich [Donnerstag, Uhrzeit] ein und schicke Ihnen eine Kalender-Einladung mit einem kurzen Zoom-Link. Dauert wirklich nur 15 Minuten – und Sie werden sehen, ob da Potenzial ist. Ich freu mich drauf, [Vorname]!
📝 Nach dem Anruf – Sofort erledigen
  • Kalender-Einladung mit Zoom-Link senden (innerhalb 5 Min.)
  • Kurze WhatsApp oder E-Mail: „Hi [Vorname], freue mich auf [Tag]. Hier nochmal der Link: …"
  • CRM-Eintrag: Name, Firma, Branche, Teamgröße, Hauptproblem, Termin
  • Reminder 24h vorher setzen: Kurze Bestätigung an Prospect senden
  • Notizen zum Gespräch festhalten – was war der größte Pain Point?
🔄 Bei „Nein" – Sauber verabschieden
Du:
Kein Problem, [Vorname]. Ich bedanke mich für Ihre Zeit – die ist wertvoll. Falls sich an der Situation mal was ändert, melden Sie sich gerne. Ich wünsche Ihnen einen guten Tag!
Goldene Regel: Ein sauberes Nein ist besser als ein erzwungenes Ja. Der Prospect erinnert sich an das Gefühl – und ruft vielleicht in 3 Monaten selbst an.